FANDOM


Journey of Destruction

Alte Bekannte und neue FreundeBearbeiten

Sie schrie so laut sie konnte. „Mél, Mél, beruhige dich! Es war nur ein Traum! Ich bin ja hier!“ Mél blickte schwer atmend und schweißnass zu ihrer Freundin. „Entschuldigung.“

„Ist nicht schlimm.“ Mél blickte auf die Uhr. 8.00. Noch eine Stunde, dann hatte sie Biologie. Nach ausgiebigem Duschen, Frühstücken und Klamotten für Lynn aussuchen, waren sie auf dem Weg zu ersten Vorlesung an diesem Dienstag. Als sie vor dem Raum standen, drehte sich Mél zu Lynn um. „Ich komme zurecht, hol du mich nach der Vorlesung ab.“ „Soll ich wirklich nicht …?“ „Nein.“ Dann ging sie in den Hörsaal. Sie blickte sich nach einem freien Platz um. „Melanie! Hier!“ Erschrocken wirbelte sie um. „Ich hätte nicht gedacht dich hier zu sehen“ Mél traute ihren Augen nicht. Vor ihr stand Julia Weidemanns, die sie von ihrer alten Schule in Deutschland kannte. „Wie?“ Julia schmollte, aber zog sie dann hinter sich her auf einen freien Platz. „Warum bist du hier?“, wollte Mél wissen. „Warum bist du hier? Und warum bist einfach so gegangen ohne Bescheid zu sagen oder dich zu verabschieden.“, stellte sie die Gegenfrage. Mél dachte nur eines. ´Sie musste Lynn warnen.´ Die ganze Zeit dachte sie nach, wie sie Julia loswerden konnte. Plötzlich vibrierte ihr Handy. `Ich komme dich gleich abholen!´ Mél biss sich auf die Lippe und schielte zu Julia. `Bloß nicht!´, schrieb sie zurück. Sie holte tief Luft. Julia durfte auf gar keinen Fall ihren Namen herausbekommen. Das wäre ihr Ende.

Auch die längste Biologiestunde hatte mal ein Ende. So auch diese. „Und wo wohnst du?“, fragte Mél mit geheucheltem Interesse. „Ich wohne hier gleich um die Ecke. Nur ein-zwei Minuten. Und du?“ „Oh, sehr weit weg!“, sie schaute verlegen, als ob es ihr peinlich wäre. „Also dann, ich habe jetzt gleich noch Unterricht.“ Julia zog die Augenbraue hoch. „Jetzt gleich?“ Mél lächelte entschuldigend. „Tja, es hat sich so ergeben.“ Zwar schien Julia nicht überzeugt zu sein, aber sie ging ohne weitere Fragen hinaus. Mél versicherte sich, dass Julia wirklich weg war und ging dann zu ihrem Zimmer. Lynn war bereits drin. „Wieso sollte ich dich nicht abholen?“ fragte sie leicht gekränkt. Mél schmiss ihre Sachen aufs Bett. Sie blickte Lynn ernst in die Augen. „Ein Wort: Julia!“ Lynn schnappte nach Luft. „Was?“, rief sie entgeistert. „Unsere Freundin aus Deutschland.“, meinte Mél ironisch. „Sie ist mit mir im Biologie Kurs.“ „Verdammt!“ „Das kannst laut sagen!“ Mél schüttelte den Kopf. „Ich lasse meine anderen Vorlesungen heute ausfallen.“ Lynn nickte nur.

Den ganzen weiteren Tag vertrieb sich die Studentin mit Lernen und dem Versuch sich selber Stricken beizubringen. Es blieb ein Versuch. Am Abend sahen sie einen Film auf Méls Laptop.

Am nächsten Morgen wieder erste Stunde Biologie. Lynn schlief noch, als Mél sich fertig machte und das Zimmer verließ. Zu ihrer Überraschung war Julia nirgends aufzufinden. Erleichtert lehnte sie ihren Kopf an das Fenster gegenüber dem Hörsaal. Plötzlich hörte sie einen Schrei. Im nächsten Moment fiel ein Schatten am Fenster vorbei. „Nein. Nicht schon wieder!“ wisperte sie tonlos. Diesmal lief sie gleich zur Verwaltung. Es war genau wie beim letzten Mal.

Sie lag an der gleichen Stelle wie Tamara.

Vom Dach gefallen. Selbstmord. `Tamara war ja schüchtern, aber Julia war so selbstbewusst, die würde doch keinen Selbstmord begehen´ Sie machte wieder ihre Angaben und bekam für den Rest des Tages frei. Auf ihrem Zimmer angekommen, hörte sie die Dusche. Sie wartete bis Lynn fertig war. „Unsere Probleme sind gelöst. Julia ist tot. Wie Tamara.“ Lynn machte große Augen. „Wie bitte?“ „Alle Leute in meiner Nähe scheinen zu sterben!“ Mél vergrub ihr Gesicht in ihre Hände. Lynn nahm sie tröstend in den Arm. „Das kann ein Zufall gewesen sein“ Mél sah sie an. „Julia und Selbstmord? Das glaubst du doch selber nicht!“ „Ruh dich erst mal aus. Und morgen gehst du mir nicht zum Unterricht.“

Donnerstagmorgen, 9.00 Uhr. Mél schlich sich heimlich aus dem Zimmer. Sie frühstückte in einem Café und ging in den Hörsaal.


Informatik. Diesmal setzte sie sich einfach auf den nächstbesten Platz. Kurz vor 10.00 Uhr wurde sie angesprochen. „Darf ich mich zu ihnen gesellen?“ „Klar, wenn du sterben willst!“ Willkommen Sarkasmus und auf Wiedersehen Geduld. Genau dieser Satz lief gerade wie eine Werbereklame durch Méls Kopf. Unfreiwillig musste sie lächeln. Umso überraschter war sie, als er sich dennoch neben sie setzte. Der Unterricht begann und sie vertiefte sich in die Aufgaben.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki