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Between Blood and Insanity

Epilog – Der Anfang vom Ende

Zwölf Jahre waren es jetzt her, dass Lieziel nach Amerika kam, zehn Jahre, seit Mélanie folgte und zwei Jahre seit den Geschehnissen in der alten Fabrik. Im Nachhinein konnte Mélanie mit Sicherheit sagen, dass es vielleicht gut so war, was damals alles passierte.

Charon war in einer gewissen Art und Weise erwachsen geworden. Natürlich hang er immer noch an seiner Mutter, aber es schien, als würde er langsam anfangen sich von ihr zu lösen, aber im guten Sinne.

Eric und Lieziel standen immer noch auf Kriegsfuß, besonders seit Eric sie um Erlaubnis gefragt hatte, um Mélanie zu daten. Es hatte zwei Wochen für Mélanie gebraucht, um Lieziel dazu zu bewegen Eric nicht zu häuten und dann als Bettvorleger zu benutzen. Es hat eine weitere Woche mit zureden von Charon und Godric gebraucht, ehe sie nachgab. Und nun nach zwei Jahren konnte man bei Lieziel sehen, dass auch wenn sie es nicht zugab, doch zufrieden war, wie Eric und Mélanie mit einander umgingen. So gesehen waren die Beiden sogar seit ihrem Einjährigen verlobt. Eric hatte damals schlichte, aber schöne Silberringe besorgt. Für die Sterblichen sahen sie wie ein Ehepaar aus, aber unter sich Zwei waren sie zu dem Entschluss gekommen, dass sie sich Zeit lassen würden, sollten sie wirklich Heiraten wollen. Hauptsache sie trugen etwas symbolisches, was sie zusammen hielt. Seit ihrem Einjährigen war Eric vor Lieziel erst recht nicht mehr sicher gewesen, da sie nun mit Sprüchen wie „Bremst du auch für Tiere“ und „Heulst du demnächst auch bei Titanic“ kam, aber mittlerweile war es der normale wahnsinnige Alltag.

Was Godric und Lieziel anging.

Nun, Mélanie wusste nicht, wie sie die Beziehung der Beiden beschreiben konnte.

Auf der einen Seite waren die Beiden ein mehr als deutliches Paar. Es waren zwar meist Gesten, die man so schnell nicht bemerkte, aber wenn man darauf achtete und wusste, dass Beide zusammen waren, dann sah man, wie liebevoll die Beiden miteinander umgehen konnten. Vor allem wenn sie sich unbeobachtet fühlten. Auch die Beiden trugen etwas, was sie zusammen hielt. Als Mélanie die einfachen Halsbänder gesehen hatte, war nichts Ungewöhnliches daran. Einfache Lederbänder, die aus zwei 5cm dicken Bändern zusammen geflochten worden waren.

Aber dann hatte sie die Farben der einzelnen Bänder gesehen. Gold&Blutrot. Godric&Lieziel.

Mélanie musste immer noch über Erics verstörten Gesichtsausdruck damals lachen. Sie hatten zwar irgendwie alle gewusst, dass die Beiden ein Paar waren, aber glauben konnte es keiner. Eric hatte drei Stunden in einer Starre verbracht, ehe er Lieziel gefragt hatte, ob er sie jetzt Stiefmutter nennen musste. Die Antwort waren vier gebrochene Rippen und ein Ausgehverbot für eine Woche gewesen. Seitdem machte Eric zumindest darüber keine Scherze mehr.

Leider war die Beziehung der Beiden nicht so gut, wie es sich anhörte, auch wenn die Beiden sich mittlerweile das Zimmer so wie Eric und Mélanie teilten.

Es gab Tage an denen Mélanie beobachten konnte, wie Lieziel versuchte Godric aus dem Weg zu gehen, so tat, als wären sie kein Paar. In den Momenten tat ihr Godric leid. Es waren Lieziels Gesten. Sie wich Godrics Berührungen aus und ließ es so aussehen, als sei es Zufall, sie sprach kaum mit ihm. Die schlimmsten Momente waren die, in denen sie einfach nur da saß und ins Leere starte, als würde sie auf etwas Bestimmtes warten. Mélanie wusste nicht, ob Lieziel einfach nur Angst hatte, dass etwas passieren könnte, oder ob sie immer noch mit dem Gedanken an ihrer letzten Beziehung hing. So gesehen hatte Patrick Lieziel für alle weiteren Beziehungen verdorben.

Kurz darauf waren dann wieder diese Situationen, in denen Mélanie sich nicht sicher war, ob das zu vor Geschehene Verhalten überhaupt gezeigt worden war. Lieziel und Godric standen dann meist eng umschlungen. Lieziel, die ihr Gesicht zwischen seinem Hals und Schlüsselbein vergrub und Godric, der sein Gesicht in ihrem Haar versteckte, als würden nur die Beiden existieren.

Mélanie machte sich Sorgen, dass sie Beiden es vielleicht nicht hin bekamen und Beide am Ende ein gebrochenes Herz hatten, aber eine sehr sehr leise Stimme wisperte ihr dann in solchen Momenten immer zu, dass die Beiden wussten was sie taten und das sie erwachsen waren. Und leider gab sie dieser Stimme Recht. Beide wussten, worauf sie sich eingelassen hatten.



Lieziel arbeitet wieder in ihrem alten Job, auch wenn Godric und Eric gesagt hatten, dass sie genug Geld besaßen und die Beiden Frauen nicht arbeiten mussten. Nach Lieziels damaliger Genesung hatte sie einen Anruf von der Tochter ihres Ex-Chefs erhalten. Der alte Knacker war an einem Herzinfarkt gestorben und da er keine Ehefrau hatte, war sein Laden auf seine Tochter übergegangen. Evaness, die ihr Auto fast jede Woche in der Werkstatt hatte und immer Lieziel den Wagen hatte machen lassen, hatte sie darum gebeten den Laden zu führen. Evaness war zwar die Besitzerin, aber da sie keine Ahnung von Autos hatte, einen eigenen Job besaß und wusste, dass Lieziel die beste in dem Laden ihres Vaters gewesen war, hatte sie sich entschieden Lieziel zu fragen.

Natürlich hatte Lieziel sofort zu gestimmt und den Betrieb um einiges verbessert, allem voran hat sie einige der Leute raus geworfen, die nur Mist bei den Autos verzapften und Neue eingestellt, welche sie zuvor überprüft hatte. Der Betrieb lief weitaus besser als zu Lebzeiten des alten Chefs.

Lieziel selbst reparierte natürlich weiter, sollten sie mal wieder überladen sein, aber ihre Hauptbeschäftigung war es einen neuen Wagen zusammen zu stellen, welchen sie wahrscheinlich hinterher verkaufen würde, oder selbst behielt, je nachdem, wie ihr das Ergebnis gefiel.

Mélanie hatte eine neue Leidenschaft entdeckt und das auch nur durch Zufall. Eigentlich war es nur ein Scherz gewesen, als sie vorgeschlagen hatte Lieziels Blut zu duplizieren. Sie wusste, dass V, also das TruBlood aus Vampirblut hergestellt wurde, allerdings kein nahrhafter und dauerhafter Ersatz war. Godric hatte gemeint, dass es klappen könnte, da sie ein Blutwesen war und er selbst auch etwas davon aufgenommen hatte, als er ihr das Gift aussaugte. Es war Erfolg auf ganzer Linie.

Und da Mélanie, durch die ganzen Programme die sie entwickelt hatte auch von wissenschaftlichen Prozessen wie denen mit Blut Bescheid wusste, probierten sie einfach verschiedene Sachen. Seitdem war Mélanie so etwas wie die Leiterin der Wissenschaftsabteilung für Vampir, auch wenn sie glaubte, dass Eric dahinter steckte und Lieziel war ihr „Versuchskaninchen“. In gewissen Abständen wurde Lieziels Blut untersucht, wobei sie selbst auch half und es wurden verschiedene Zustände benutzt, die Lieziel je nachdem veränderte, wie sie es brauchten.

„An was denkst du, Kätzchen?“, fragte eine ihr vertraute Stimme auf Schwedisch, bevor sich starke Arme von hinten um sie schlangen. Es war damals Charons Schuld gewesen, das heraus gekommen war, dass die jeweiligen Parteien die Sprache der Anderen verstanden. Und auch nur, weil er vergessen hatte, dass er Lieziel nicht Moder nennen sollte. Es war alles etwas peinlich geworden, nicht nur für die Vampire, welche sich in den kurzen Zeiten davor, sehr über ihre Gefühle unterhalten hatten, sondern auch für die beiden Halbwesen, da sie über Lieziels „Beziehung“ mit Patrick gesprochen hatten. Am Ende hatten sie dann einfach gelacht und zugestimmt, dass sie einfach neue Sprachen lernen mussten, damit sie wieder Privatgespräche halten konnten.

„An die letzten zwei Jahre, was sich alles verändert hat, oder auch nicht“, lachte Mélanie leise und erhielt ein zustimmendes Brummen von Eric, sowie einen Kuss in den Nacken. Sie saßen Beide unter freiem Sternenhimmel im Garten. Godric, Charon und Lieziel saßen ein Stück weit von ihnen entfernt und spielten Karten. Das einzige Licht welches sie hatten, war der Vollmond, welcher auf seine Kinder hinunter lächelte. „Was hältst du davon, wenn wir uns weg schleichen und die Zeit im Bett genießen?“, murmelte Eric neben ihrem Ohr, was von einem „nur über meine Leiche“ von Lieziel und einem „warum hab ich den Perversen bekommen?“, von Mélanie beantwortet wurde.

Lachen erfüllte kurz darauf den vom Mondschein beleuchteten Garten.

´Ja´, stellte Mélanie fest, in einer seltsamen Art und Weiße, waren sie eine perfekte Familie, auch wenn sie nicht glaubte, dass immer so sein würde, da es auch schlechte Zeiten geben wird, aber im Moment konnte es nicht besser sein.

Es war der Anfang von einem weit entfernten Ende.



The End, or?

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