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Between Heaven and Hell

Prolog – Das Problem mit dem Blut

Die Tür des alten Hauses krachte fast aus den Angeln, als Sam Winchester regelrecht von seinem Bruder Dean ins Haus gezerrt wurde. Beide Männer hatten ein blaues Auge, während Sam noch einige Schürfwunden aufwies. Dean war mehr als wütend, hatte Sam ihm noch vor drei Wochen versprochen seine Kräfte nie wieder zu benutzen, so hatte er es vor gerade mal zwei Stunden gebrochen. Und Sam glaubte allen Ernstes, er würde das Richtige tun.

Das Endergebnis war eine kleine Schlägerei gewesen und der Abstecher zu Bobby. Wenn man vom Teufel sprach. „Macht nicht so einen Lärm ihr Idioten, es soll Leute geben, die im späteren Alter ein schwaches Herz bekommen“, begrüßte er sie mies gelaunt und besah sich die beiden Jungs. Sam und Dean waren zwar schon 25 und 29, aber er würde sich immer daran erinnern, wie John Winchester mit seinen zwei Söhnen vor seiner Haustür aufgetaucht war, damals konnte Sam noch nicht mal sprechen. Und wenn er ehrlich sein wollte, dann er hatte er sie mehr aufwachsen sehen, als ihr eigener Vater.

„Du wirst nie alt Bobby, dafür bist du viel zu zäh“, lachte Dean und zwang sich zu einem Lächeln, schließlich war Bobby nicht daran schuld, dass Sam sein Versprechen gebrochen hat. „Setzt euch aufs Sofa, ich hohl euch was zum kühlen“, murrte der Älteste und ging an ihnen vorbei zur Küche. Die Brüder folgten der Aufforderung schweigend, wobei Dean allerdings an eine Wand gelehnt stehen blieb. Keine zwei Minuten später hielt Bobby jedem ein Bier hin und ließ sich dann auf einem Hocker nieder. „Also? Warum habt ihr euch dieses Mal die Köpfe eingeschlagen?“, fragte der alte Hunter und nahm einen Schluck von seinem eigenem Bier. Dean schwieg und starrte seinen Bruder an, welcher nach kurzem Zögern zu gab, was er getan hatte. Bobby seufzte, er hatte mit so etwas schon gerechnet, warum sollte man auch eine Fähigkeit nicht nutzen, die die Dämonen zurück in die Hölle schickte?

„Und was habt ihr nun vor?“, dabei wand der Ältere sich an Dean, welcher seinen Bruder immer noch anstarrte, als würde er ihn gleich noch eine reinschlagen wollen. „Das Zeug muss aus seinem Blut verschwinden…“, meinte Dean, wurde aber sofort von Sam unterbrochen. „Dean, was ist wenn so etwas wie heute wieder passiert? Samhain hätte uns umgebracht, wenn ich ihn nicht zurück geschickt…“ „Nein Sam! Wenn du diese Kräfte weiter nutzt, werde die Engel dich kurz oder lang töten! Willst du das nicht verstehen?“, fragte der ältere der Brüder aufgebracht und lief nun im Wohnzimmer auf und ab. „Cas hat doch selbst gesagt, dass sich die Dunkelheit in deiner Seele immer mehr ausbreitet…“, wetterte er weiter und bemerkte dabei nicht, dass genannter Engel mit noch jemandem im Türrahmen stand. Bobby war der Erste, welcher die beiden Gestalten bemerkte und fast auf sie geschossen hätte. „Ich hänge euch wirklich Glöckchen an“, regte sich Dean nach einer Schreckenssekunde von neuem auf. Beide Engel hatten schwarzes Haar und blaue Augen, sie waren sogar gleich groß. Trotzdem konnte man die Beiden gut unterscheiden. Während Castiel meist die Stirn runzelte, oder einen verständnislosen Blick hatte, so war der Blick seines Nebenmannes meist immer sehr sanft und verstehend, noch dazu, dass man an seinem Hals ein Tattoo erkennen konnte, wenn auch nur den Anfang, da der Rest unter dem Pullover verschwand. Außerdem war Castiel im Gegensatz zu seinem Nebenmann sehr blass, während der andere leicht gebräunte Haut besaß.

„Ich habe geklopft“, meinte Castiel und schritt nun zu Dean, um sein Gesicht zu berühren und das blaue Auge zu heilen. Was mit einem erleichterten Seufzer von Dean beantwortet wurde. Danach war auch Sam dran, was allerdings damit endete, dass Castiel ihn streng ansah. „Die Dunkelheit in dir ist gewachsen“, stellte er fest und schritt zu dem anderen Engel zurück. „Weswegen wir hier sind“, stellte Letzterer fest. „Und du bist“, murrte Bobby und besah sich die beiden Männer skeptisch, Engel waren ihm noch nie geheuer gewesen. „Gabriel…“, stellte er sich vor, wurde aber sofort von Dean unterbrochen. „DER Gabriel? Erzengel Gabriel?“ Darauf zog Genannter nur die Augenbraue hoch. „Wie dem auch sei“, begann er erneut, „das Dämonenblut muss aus deinen Adern Sam, sonst wird noch einiges Schlimmeres passieren.“ „I-Ich rette damit Andere“, verteidigte sich der Jüngste der Anwesenden schwach. Gabriel schnaubte nur darauf. „Woher kommt mir das nur bekannt vor?“, sinnierte er vor sich hin. Weshalb Castiel das Wort ergriff. „Du wirst einen Entzug machen müssen, allerdings wird das sehr schmerzhaft und am Ende besteht immer noch die Versuchung, solltest du Dämonenblut riechen.“ „Also nichts Halbes und nichts Ganzes“, stellte Dean säuerlich fest und wurde sich erst nach ein paar Minuten dem seltsamen Blick von Gabriel bewusst. „Was?“, fragte er gereizt. „Es gäbe eine andere Möglichkeit“, meinte Gabriel, schwieg dann aber. Auch Castiel bedachte ihn jetzt mit einem Stirnrunzeln. „Wie sehe das Ergebnis aus?“, fragte Bobby.

„Darüber kann ich nichts genaueres sagen, aber es wäre zumindest nicht schmerzhaft“, antwortete Gabriel. Hoffentlich war es die richtige Entscheidung.

Sam wurde außen vor gelassen, denn alle bis auf ihn wollten, dass das Dämonenblut verschwand, weswegen Gabriel Dean die Entscheidung ließ.

„Gut, nehmen wir die zweite Wahl!“ „So leicht es sich auch anhört, ist es nicht“, machte Gabriel Deans aufkeimende Freude wieder zu Nichte, „erst einmal solltest du wissen, dass Hunter wie ihr dort eigentlich nicht zu gelassen seit.“ „Huh?“, fragte Dean intelligent. „Weil es zu den Areas gehört, in denen Hunter keinen Zutritt haben.“ Bobby machte ein Geräusch zwischen Unglauben und Überraschung. „Du meinst die in Mississippi, Texas und Louisiana?“ „Bobby?“, fragte Sam seit längerem wieder. „Ich kann froh sein, dass ich eine Verwarnung bekommen habe, als ich in dieser Stadt in Mississippi war, andernfalls hätte ich schon vor Jahren die Radieschen von unten zählen können. Die Areas werden von Vampirsheriffs bewacht, meist gibt es sogar einen König, oder eine Königin. Man kann dort alle Rassen finden, es ist so eine Art Zufluchtsort. Allerdings ist die Bedingung dort zu leben, nicht gegen Andere vorzugehen und sogar nicht töten. Wer dagegen verstößt, wird einer weit aus grausameren Strafe unterzogen, als ihr es euch ausmalen könnt. Die Vampire nehmen ihren Job ziemlich ernst“, endete er und wurde von Sam und Dean geschockt angesehen. „Und du hast uns nichts gesagt? Mal abgesehen, davon, dass wir da selbst hätten landen können, wie kann man die alle dort einfach leben lassen…“, regte sich Dean erneut auf, nur um erschrocken zusammen zu zucken, als Bobby mit der Faust auf den Tisch schlug. „Du solltest richtig zuhören du Idiot. Sie können niemanden töten, weil sie sonst selbst hingerichtet werden.“ Dean war sprachlos über diesen kleinen Ausbruch und schloss deswegen einfach seinen Mund. Gabriel nickte zufrieden. „Ihr werdet nach Bon-Temps, Louisiana müssen.“ Dean stöhnte genervt, das waren fast 21 Stunden Fahrt. „Nun was den Rest angeht, Castiel und ich werden euch begleiten, zumindest können wir so das Schlimmste verhindern.“ Während Castiel seinen Bruder fragend ansah, zogen die drei Hunter eine Augenbraue hoch. „Schlimmste?“, fragte Bobby. „Keine Panik“, hob Gabriel seine Hände beschwichtigend in die Höhe, „solange Dean seine Finger bei sich lassen kann und seine Kommentare runter schluckt, sollten wir da alle heil wieder raus kommen.“ Bobby gluckste, während Sam lachte und Dean aussah, als würde er sich ernsthaft überlegen einen Engel zu erschießen, Castiel sah weiterhin emotionslos zu, wenn man allerdings genau hinsah, konnte man sehen, dass seine Mundwinkel zuckten.

Das Verabschieden von Bobby, sowie das Verladen der Sachen dauerte eine Stunde, bevor die zwei sterblichen Brüder und die zwei Unsterblichen sich auf den Weg machten.

Die Fahrt verlief so schweigend wie es ging. Castiel und Sam schliefen, Dean hörte AC/DC rauf und runter und Gabriel starrte aus dem Fenster. Erst mit einer drei Stunden Pause und einer Rangelei, das Sam Deans „Baby“ nicht fahren durfte, erreichten sie in der Nacht des nächsten Tages die Grenze von Louisiana. Zwei weiter Stunden brauchten sie, bis sie Bon Temps im Morgengrauen erreichten. Gabriel hoffte, dass alles so lief, wie er es sich erhoffte.

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