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Sunshine - Bis(s) zur SonnenflutBearbeiten

Prolog


Schreie hallten über das freie Feld. Markerschütternde Schreie, die von Sekunde zu Sekunde immer verzweifelter wurden. Verrücktes Lachen war durch die Schreie durch zu hören. Der Mond schien auf das groteske Bild hinab.

Blut lief aus den Körperöffnungen, dampfte, wechselte zwischen dick und dünn flüssig. Die Augen waren schon längst ausgeblutet und hinterließen schwarze Höhlen. Die Gestalt wälzte sich, schrie, wimmerte. Bat um Vergebung, um Erlösung und wieder erhob sich das Lachen durch die Schreie. Eine junge Frau saß auf einem Felsen und beobachtete die am Boden liegende Gestalt. Aus ihren Mintgrünen Augen sprach der Wahnsinn, die Qual. Die weiß-goldenen Haare waren kunstvoll hochgesteckt, nur einzelne Strähnen umrahmten dass perfekte Gesicht. Ihre Haut funkelte unter dem Mond mit einem Goldschimmer.

Wie lange hatte sie darauf gewartet? Lange war sie seinen Befehlen gefolgt, hatte nur auf die Möglichkeit gewartet ihm zu zeigen, dass sie weitaus mehr Fähigkeiten besaß, als sie ihn glauben ließ. Er hatte sie in dieses Leben geführt, er hatte ihr Schmerzen beigebracht und jetzt endlich konnte sie es zurück zahlen, konnte sich endlich von ihm losreißen und so leben, wie sie es wollte.

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Zusammen gekauert saß sie unter dem weinenden Himmel. Sie hatte alles verloren. Es waren doch nur ein paar Jahre gewesen. Er hatte ihr noch nicht einmal alles beibringen können. Trockene Schluchzer entkamen ihrer Kehle. Nur der Regen ließ es aussehen, als würde sie weinen. Die sonst so schön gelockten, schwarzen langen Haare mit einem Goldschimmer der Sonne gleich, hangen glatt an ihrem Rücken herab. Die olivfarbene Haut, war seltsam hell, fast ein krankhafter Ton und ihre hellen Flieder-Herbstgoldenen Augen waren leer, starrten auf die lockere Erde vor ihr, unter der das letzte begraben lag, was ihr etwas bedeutet hatte.



Schritte waren hinter ihr zu hören, aber sie hatte keine Kraft um auf zu sehen. Sollten sie sie finden, sollten sie ihre Qual doch endlich beenden. Ein weißer Umhang kam in ihr Blickfeld, als sich die Person schräg vor sie stellte und eine einzelne Blume auf das Grab hinab fallen ließ. Eine Madonnenlilie. Ihr Blick glitt an dem weißen Umhang hinauf. Sie konnte Mintgrüne Augen erkennen, die auf das Grab gerichtet waren. „Trauer nicht zu lange.“ Die Stimme der jungen Frau war seltsam tief und samt wie Honig. Sie konnte heraus hören, dass diese Fremde nicht von hier kam.

Nach einiger Stille war die Stimme der Fremden wieder zu hören, doch dieses Mal war auch ein seltsamer Unterton heraus zu hören, den sie erst Jahre später verstehen würde. „Begleite mich Schwester.“ Und das einzige was sie tat war nicken und der Gestalt in dem weißen Umhang nach laufen.

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Sie warteten auf die Volturi. Eigentlich waren sie nur gekommen, weil sie dabei sein wollten, wenn sie fielen, damit sie endlich wieder an die Herrschaft kamen. Im Endeffekt war es sogar nicht nur ein reiner Zeitvertreib geworden. Der junge Halbvampir war interessant und vom Charakter her aufgeschlossener als ihre Eltern, welche ihr den Umgang mit ihnen Beiden verboten hatten, nachdem sie der kleinen erzählt hatten, wie sie den Volturi genüsslich die Augen entfernen wollten. Er kräuselte mit Stefan, seinem Bruder gleichzeitig die Nase. Diese Wölfe waren nicht auszuhalten. „Glaubst du, sie haben die Nachricht erhalten“, fragte Stefan und besah sich die anderen Vampire. So viele unterschiedliche Zivilisationen, so viele unterschiedliche Jahre. „Sie werden, Bruder“, antwortete Vladimir, als gleichzeitig in weiter Ferne ein Donnergrollen zu hören war. Stefan gluckste, sie konnten es nicht erwarten, den Volturi ihre jungen Verbündeten vor zu stellen.

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